Veranstaltungen

Ausstellung „Faces of the Batman“

Fledermaus im Unterland

von MB

Wenn es eine schwäbische Entsprechung von Gotham City gibt, dann ist das ganz offensichtlich Heilbronn. Düstere, von grotesken Wasserspeiern gekrönte Art Deco-Wolkenkratzer, vom steten Heulen der Polizeisirenen durchzogene Häuserschluchten, in die das ganze Jahr kein Sonnenstrahl fällt, und ein durch und durch korruptes Gemeinwesen wird man hier zwar eher nicht antreffen, aber immerhin ein paar garstige Industriegebiete und eine Ansammlung seelenlos-grauer Nachkriegsbauten, die als Innenstadt bezeichnet wird.

Naheliegend also, dass gerade hier, in der Metropole des Unterlands, eine großartige Ausstellung stattfindet, die sich Batman in all seinen multimedialen Erscheinungsformen widmet – und auch für den kundigen Fledermausfreund noch einige Entdeckungen bereithält.

Ein sehr persönliches Reisetagebuch vom 20. Internationalen Comic-Salon Erlangen

Der Salon in 22 Szenen (1)

von MB

Der am 19. Juni zu Ende gegangene 20. Internationale Comic-Salon Erlangen zeichnete sich gleich durch eine ganze Reihe von Spitzenwerten aus: 30.000 Besucherinnen und Besucher, 36°C im Schatten, vor allem aber beste Stimmung bei allen Beteiligten. Kein Wunder, war die deutschsprachige Comicszene doch nach vier langen salonlosen Jahren begierig darauf, sich endlich wieder zu treffen und die gemeinsame Leidenschaft für das Erzählen mit Bildern zu feiern. Der ALLESFRESSER schließt sich der allgemeinen Begeisterung an und zieht ein ganz persönliches Fazit – in Form eines Reisetagebuchs in 22 Szenen. Der erste Teil präsentiert die Highlights der Salon-Tage Donnerstag und Freitag.

Gorillas im Nebel (2)

Welcome to the Jungle

von Klaus

Die erste Con vergisst Du nie: Ausgerechnet in Corona-Zeiten hat sich unser Redaktionsmitglied Klaus zum allerersten Mal im Leben auf eine Comic Con getraut – und gestaunt über die seltsam-wunderbare Welt, die sich ihm dort eröffnete. Seinen streng wissenschaftlichen Expeditionsbericht veröffentlichen wir als Teil zwei unserer Serie GORILLAS IM NEBEL, in der wir Comic-Newbies auf ihren ersten Schritten in die Welt der bunten Bilder begleiten.

Die San Diego Comic Con als ComicCon@Home

Digital Diego

von MB

Mit seiner Verlagerung in den digitalen Raum befindet sich der Comic-Salon Erlangen in bester Gesellschaft: Auch andere renommierte Comicveranstaltungen finden dieses Jahr corona-bedingt nur im Internet statt. Allen voran die Mutter aller Conventions, die legendäre San Diego Comic Con, die ab kommenden Mittwoch einen bunten Strauß an Workshops, Panels und Präsentationen per Livestream in die Welt hinaussendet. Ein echter Ersatz für den irrwitzig-bunten Trubel vor Ort ist das natürlich nicht, aber immerhin bietet es uns Euronerds die Möglichkeit, ganz ohne klimaschädlichen Interkontinentalflug ein bisschen Con-Atmosphäre zu schnuppern.
Der ALLESFRESSER hat das Programm gesichtet und sagt Euch, welche Highlights man nicht verpassen darf!

Gedankenspiele auf unserer Facebook-Seite

Wenn heute Comic-Salon wäre…

von MB
Kumasi J. Barnett bei der Armory Show in New York

Black-Man und die Cops in Amerika

von MB

Wer sich im Schnelldurchgang einen Überblick über die wichtigsten Positionen zeitgenössischer Kunst verschaffen will, der muss zur Armory Show in New York: Führende Galerien aus aller Welt präsentieren hier dicht an dicht wegweisende Werke aktueller Künstler. Mittendrin ist diesmal Kumasi J. Barnett, der sich in seinen Werken intensiv mit aktuellen sozialen Fragen auseinandersetzt – und das mit einem gerade für Comicleser äußerst verblüffenden Medium.

Comic-Workshop in Tübingen

Vom Spruchband zur Sprechblase

von Rapho

Was haben mittelalterliche Kirchenfenster oder Holzschnitte mit dem Comic, wie wir ihn heute kennen, zu tun? Inwiefern lassen sich mittelalterliche Darstellungen wie Comics lesen, und wie nehmen Comics heute das Mittelalter in den Blick? Diesen und ähnlichen Fragen ging am 26. und 27. April 2019 an der Universität Tübingen der Workshop „Vom Spruchband zur Sprechblase. Comics des Mittelalters – Mittelaltercomics“ auf den Grund. Der ALLESFRESSER war vor Ort und versucht sich an einem Überblick.

Graphic Novels in der Galerie Stihl Waiblingen

Von Eisner bis zum Drachenei

von Rapho

Spätestes mit den großen Comic-Ausstellungen in der Frankfurter Schirn und in der Bundeskunsthalle in Bonn hat der Comic auch in Deutschland seine Museumstauglichkeit bewiesen. Aber auch in kleineren Häusern gibt es immer mal wieder interessante Comic-Ausstellungen zu sehen – aktuell etwa in der Galerie Stihl in Waiblingen, die sich der Graphic Novel im deutschsprachigen Raum widmet. Wer die über 300 sehenswerten Exponate noch bewundern will, muss sich allerdings sputen: Am 6. Januar öffnet sie zum letzten Mal ihre Tore.

Comicfestival München 2017

Auf den Bänken, zwischen den Stühlen

von MB

Ob das Münchner Comicfestival die größte der vielen kleinen Veranstaltungen ist, die es inzwischen für Comicfreunde in Deutschland gibt, oder doch eher – Stichwort Erlangen – die kleinere der beiden großen, können wahrscheinlich nicht einmal die Veranstalter so genau sagen. Je nachdem, welche Kriterien man anlegt, kann das Urteil ganz unterschiedlich ausfallen: Einem beachtlichen Programm und prominenten Gästen auf der Habenseite stehen erstaunlich geringe Besucherzahlen und unübersehbare organisatorische Schwächen gegenüber.

Das Graphic Novel-Programm der Stadtbibliothek Stuttgart

Bilderbücher für die Bildungsbürger

von MB

Die Stuttgarter Stadtbibliothek entwickelt sich mehr und mehr zur Anlaufstelle für Comicfans: fast monatlich finden dort interessante Lesungen, Werkstattgespräche und Buchpräsentationen statt. In den vergangenen Monaten waren unter anderem etablierte Stars der Szene wie Francois Schuiten oder Guy Delisle, aber auch aufstrebende junge Künstler wie der Italiener Zerocalcare mit seinem hochgelobten Reportagecomic „Kobane calling“ zu Gast.